Ich persönlich habe lange Jahre TroFu gefüttert. Heute sehe ich das eher so, dass ich mich nicht ständig von Junk Food ernähre und meinen Hunden das auch zumuten möchte - die Folgen einer solchen Ernährung sehen wir ja an dem steigenden Durchschnittsgewicht der Bevölkerung und den deutlich erhöhten Kosten im Gesundheitssystem.
Zum Thema Trockenfutter habe ich lernen müssen, was die Deklarationspflicht trotz allem erlaubt - und was aus Kosten- und Produktionsgründen dann auch drin ist. Natürlich gibt es wesentliche Unterschiede zwischen den einzelnen Marken und gegen eine TroFu-Mahlzeit ab und an wird nur der absolute Hardliner bezüglich Rohfütterung was haben. Jedoch ist nun mal unumstösslich und wissenschaftlich bewiesen, dass natürliche Stoffe immer um längen besser verstoffwechselt werden. In letzter Konsequenz bedeutet dies zwar etwas mehr Handling aber deutlich weniger finanzieller Aufwand - sowohl hinsichtlich der direkten Futter- als auch im Hinblick auf die indirekten Tierarztkosten als Folge von ernährungsbedingten Krankheiten.
Typische Anzeichen für höchstwahrscheinlich ernährungsbedingte Stoffwechselprobleme sind beispielsweise häufige Analdrüsenabszesse, Probleme mit der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), aufgeschwemmtes Erscheinungsbild, Zahnstein, Allergien (insbesondere Diagnosen wie Hausstaubmilben-Allergie) u.v.m.
Wenn also Trockenfutter als Nahrung gewählt wird, ist die Wahl sorgfältig zu treffen - die großen bekannten Marken sind nicht immer die besten im Sinne einer ausgewogenen Ernährung, und schon gar nicht für jede Rasse.
Bei der Rohfütterung wird meist ein wesentlicher Aspekt ausser Acht gelassen: die Ausgewogenheit zwischen Säure- und Basenhaushalt. Typisches Anzeichen für eine Übersäuerung ist ständiges kuhartiges Grasen, sobald dieses in Sicht kommt, aufstossen und Flatulenzen.
Betrachtet man sich aus ernährungswissenschaftlicher Sicht, welche Nahrungsmittel sauer und welche basisch eingestuft werden, erkennt man schnell, dass TroFu nur in den seltensten Fällen keine zwangsweise Übersäuerung hervorruft.