Der Manchester-Terrier ist durch seine Fellbeschaffenheit eine der pflegeleichtesten Terrierrassen - kein Trimmen und Scheren. Selbst nach wilden Schlammschlachten reicht ein feuchtes Tuch zur Säuberung. Es sei denn, man hat zu Jagd-Zwecken "Eau de Wau" aufgelegt - ein Wälzerchen in Wildkot oder vorzugsweise irgendwas mindestens halb Verwestem. Dann hilft nur noch die Badewanne, eine Wäscheklammer für die eigene Nase und ein mildes, gut duftendes Hundeshampoo.
Er ist ein toller Haushund, selbst in der Stadt – allerdings brauch er regelmässig die Möglichkeit sich richtig auszutoben und Ansprache / Forderung über Spiel und Aufgaben. Ist dies gegeben, ist er ein zufriedener Hausgenosse - ansonsten droht Langeweile und entsprechend steigt die "Streiche-aushecken-Quote" bis hin zum Frust aus Langeweile.
Aufgrund seiner Historie (vgl. "Geschichte") steht er hoch im Jagdtrieb, der sich je nach Erziehung und Veranlagung des Hundes reduzieren lässt. Der Manchester Terrier sieht ausgezeichnet und kann also sowohl "auf Sicht" als auch "auf Fährte" jagen. Entsprechend sind beispielsweise Vögel, Eichhörnchen und Kaninchen beliebte Jagdobjekte.
Fremden gegenüber ist er etwas mißtrauisch bis hin zu ablehnend - je nach Veranlagung, Prägung und Erziehung. Seiner Familie ist er sehr zugetan und entwickelt schnell Wach- und unter Umständen auch Schutztrieb.
Alles in allem eine lebhafte, äusserst wachsame, sehr intelligent, mutige und gleichzeitig anschmiegsame Rasse!
Eine konsequente Erziehung sollte man auf keinen Fall vernachlässigen, denn sein hübsches Aussehen und die schwarzen Augen lassen den Besitzer dazu tendieren diesen Hund zu verniedlichen – ein großer Fehler! Durch seine hohe Intelligenz und schnelle Auffassungsgabe ist die Gefahr groß, dass dieser Hund bei stets unschuldigem Blick schnell der/die Herr/in im Haus und auch beim Spazierengehen sein wird.
Konsequent bedeutet nicht Erziehen durch strafen!
Da der Manchester-Terrier gleichzeitig ein stolzer und sehr sensibler Hund ist, kommt man mit blankem Druck und Zwang nicht weiter - das geht ganz sicher nach hinten los.
Eine grundsätzliche und überaus wichtige Leitlinie für im Umgang mit dieser Rasse: Die konsequente Hand im Samthandschuh!
Aber... er wird aufs Wort gehorchen, schafft man es ihn zu durchschauen und ihm freundlich aber konsequent die Spielregeln zu vermitteln. Das bedeutet, ihm im Denken stets einen Schritt voraus zu sein. Der Manchester Terrier bleibt – bei aller Liebe zu seinem Herrn – stets geistig autark. Beispielsweise hat es Situationen gegeben, in denen der Hund bis zu drei Tage lang stinkbeleidigt war und dies seine Herrchen auch deutlich spüren liess. Aber auch dies ist teilweise eine Frage der Erziehung.
Man ist als Besitzer also ständig gefordert an der Beziehung zu diesem Hund zu arbeiten - was ihn nicht unbedingt zu einem "Anfänger-Hund" und einem "Mitläufer" macht. Als Anhängsel ist der Manchester Terrier keinesfalls geeignet.